Robert Schindel wurde im Jahr 1944 als Sohn jüdischer Kommunisten geboren. Schindels Eltern bauten in Linz eine Widerstandsgruppe der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ), auf und wurden dabei verhaftet. 1945 kehrte seine Mutter zurück nach Wien und fand ihren Sohn wieder. In den Jahren 1961 – 1967 war Schindel aktives Mitglied der KPÖ, anschließend holte er sein Matura nach und studierte Philosophie und engagierte sich in maoistischen Kreisen. 1986 wurde Robert Schindel freiberuflicher Schriftsteller. Daneben entstanden Arbeiten für Film, Fernsehen und Rundfunk.
Schindel schreibt Gedichte, Romane und Erzählungen.
1992 schrieb Schindel seinen Debütroman „Gebürtig“, der aufgrund seines Erfolgs im Jahr 2001 verfilmt wurde. Das zentrale Thema seiner Werke ist die Schoa.
Im Jahr 2007 wurde Robert Schindel mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet.

Foto: Alexander Smolianitski